Über den Film
Damit ihre Stimmen bleiben
Was bleibt von einem Leben, wenn die Menschen, die es erlebt haben, irgendwann nicht mehr erzählen können?
Am 30. Oktober 1961 schlossen die Bundesrepublik Deutschland und die Türkei das Anwerbeabkommen. 65 Jahre später fragt „65! LEBEN“ nach den Leben, die sich in diesem Zusammenhang und über ihn hinaus entfaltet haben.
Das Abkommen erklärt nicht jede Ankunft. Astrid Bağlı kam schon im Februar 1961. Hüseyin Yılmaz kam zum Studium, andere folgten ihren Angehörigen. Die Herkunft aus der Türkei sagt noch nicht, welche Sprache jemand zuerst gesprochen hat, woran ein Mensch glaubt oder warum er aufgebrochen ist. Kurdisch, Aramäisch, Armenisch und Türkisch gehören zu diesen Geschichten.
Der Film will keine Generation verklären und aus sehr unterschiedlichen Lebenswegen keine einzige Migrationsgeschichte machen. Er hält fest, wie diese Menschen selbst ihr Leben erinnern: mit Stolz und Enttäuschung, mit Humor, Widersprüchen und Liebe.